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Mittwoch, 22. Februar 2012

Gipfel mit Aussicht aufs Wetterhorn und den Eiger

Oft höre ich, dass Freeriden und Skitouren in Grindelwald langweilig sind. Nun ja, der Eine oder Andere mag ja Recht haben. Es gibt sicher Regionen, die sich besser eignen. Eigentlich ist das auch gut so. Sonst wäre der frische Powder noch schneller verfahren. Am 20. & 21. Februar 2012 sah alles anders aus. Pulver und stahlblauer Himmel. Mit den Telis stiegen wir auf. Unterwegs beobachteten uns Gämsen und ein Adler. Nach einer kurzen Pause auf dem Gipfel und zogen die ersten Spuren in unberührte Hänge. Der Schnee war einfach perfekt. Den Tag liessen wie in einer gemütlichen Bar im Dorf ausklingen. Was will man mehr?



Wetterhorn


Gruss Martin

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Dienstag, 14. Februar 2012

ATC Lawinentrainingscenter by MAMMUT


Dienstag, 14. Februar 2012. Mittagspause. Hmm ich könnte gemeinsam mit meiner Freundin essen. Es ist schliesslich Valentinstag. Aber die Sonne scheint und die Pisten sind bestimmt leer. Also ab auf First. In der Gondel schnell was schnabulieren, bevor es losgeht. Morgen kommt der nächste Schnee. Also geniesse ich die letzten Sonnenstrahlen.

Mist- wir haben Hochsaison und die Pisten sind voll und der Spass auf der Piste hält sich in Grenzen. Ich düse zum ATC Lawinentrainingscenter neben dem Schilt Lift. Mit Sonde und LVS ausgestattet, teste ich mein Können. Es stehen drei Programme zur Verfügung. Je mehr Verschüttete, desto schwieriger das Level. Ziel ist es, die Lawinenopfer so schnell wie möglich zu finden.


ATC Lawinentrainingscenter Grindelwald
 Ich starte das erste Level. Eine Person ist liegt unter den Schneemassen vergraben. Top, die Suche läuft. 3min 2sec. und ich bin am Ziel. Mit LVS und Sondier Stange orte ich das Opfer. Das war relativ leicht. Nun schraube ich das Level auf die Stufe „Expert“. Ja, es wird schwieriger. 6 Freerider sind begraben. Nach ungefähr 30 Minuten habe ich alle gefunden. Total erschöpft sitze ich im Schnee und stelle mir die Ernstsituation vor. Zum Glück kam das noch nie vor.

Das Trainingscenter lege ich allen Freeridern ans Herzen. Eure Kollegen sind bestimmt dankbar, wenn ihr ein LVS bedienen könnt. Allen, die keine oder wenig Ahnung haben, empfehle ich das Freeridecamp vom kommenden März in Mürren. Auch Grindelwaldsports bietet Freeride Kurse an.

Sascha Schmid; free-mountain.ch












Ich wünsche allen eine tolle zweite Winterhälfte mit viel Schnee und keinen Unfällen.

Martin

Dienstag, 7. Februar 2012

Inferno Mürren

Wer möchte etwas über die Geschichte vom Skifahren lernen? Schaut mal das Video vom Inferno Rennen an.

Noch bessere Infos bietet der Film von Säm Gyger. Aus meiner Sicht der beste Skifilm, den ich gesehen habe.

Mürren - Schilthorn










Viel Spass beim Video kucken.
Martin

Montag, 30. Januar 2012

Oben blau, unten grau

Letzen Freitag fuhr mich mit dem Zug nach Sedrun. Während 2 ½ Tagen besuchte ich den vom SSBS organisierten Lawinen FK. Kurz nach Mittag verliess ich bei strahlendem Sonnenschein Grindelwald.

Berghaus Bort Grindelwald
Thunersee mit Harder

Mittwoch, 11. Januar 2012

Andrea sei Dank


Chalt Tuffstein
Letzte Woche schneite es. Und es schneite und schneite. Dazu kam noch die liebe Andrea. Mit viel Wind schuf sie einen tollen aber etwas gefährlichen Spielplatz in Grindelwald. Am Freitag nahm der Wind so stark zu, dass alle Lifte geschlossen blieben. Kein Grund, um Trübsal zu blasen. Telis aus dem Keller, Fell drauf und losging’s. Da, wo sonst die Autos stehen (mein Parkplatz), begann die kleine Tour Richtung First. Nach fünf Minuten verabschiedete sich der ganze Rummel aus dem Dorf. Da gab es nur noch mich und die Natur.

Unterwegs Richtung Bort

Diese Winterwanderung passte gut zum Thema der Woche von DRS3: Schweigen. Das tat ich dann auch. Ich schwieg und genoss. Unter den Tannen entdeckte ich sogar Rehe. Die Abfahrt war natürlich sensationell. Pulver gut – Vollgas. Der Entscheidende Punkt ist allerdings der Aufstieg: abschalten und entspannen. Es ist fast eine Art Meditation mit einem gewissen Suchtpotential. 


Freitag, 30. Dezember 2011

Klimafreundliches Freeriden Part 2


Am 22. Dezember schrieb ich einige Zeilen über klimafreundliches Freeriden. Die Ideen überzeugen mich noch immer. Aber:
Line Mothership
Zwei Tage später zog es mich in unsere Alphütte am Hasliberg. Mit LVS, Sonden, Schaufel und Futter für die nächsten Tage, nistete ich mich ein. Die Sonne schien, die Pisten waren perfekt. Nur diese interessierten mich nicht. Mit einem Kumpel zog ich ins Backcountry. Die Tage waren einfach sensationell, nein sie waren perfekt. Irgendwann ist halt Schluss und ich musste zurück nach Grindelwald.
Gipfel Läuber

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Klimafreundliches Freeriden


In der letzten Ausgabe von 7 Sky Magazin fand ich einen Artikel über Ride Greener. All diese Bestrebungen sind ein kleiner Bestandteil, um den CO2 Ausstoss zu senken. Hier sind 10 Tipps, für klimafreundlicheres Skifahren und Snowboarden:

Freitag, 9. Dezember 2011

Im Westen nichts Neues


EIBTM Barcelona 2011
Und wieder war es soweit. Ende November zog es uns mit Sack und Pack an die EIBTM in Barcelona. Dieses Mal besuchte ich die Messe zum ersten Mal als „Hotelier“. Es war spannend. Ich nervte mich über die Personen, welche einen Termin hatten, und einfach nicht auftauchten. Das betraf zu 90% die Russen- danke.
EIBTM Team aus Grindelwald

Die anderen Gespräche verliefen sehr gut. Die Reise lohnte sich 100% ig. Ich bin überzeugt, dass wir neue Kunden gewonnen haben. Sogar der Schweizer Generalkonsul besuchte uns. Im Gespräch wurde mir wieder mal bewusst, wie gut es uns in der Schweiz geht. 40% der Schulabgänger finden in Spanien keinen Job. 20% der Bevölkerung ist arbeitslos. Die Wirtschaftsprognosen für das Land sind grottenschlecht. Die Schulden steigen, das Rating sinkt. Die Schere zwischen arm und reich wird immer grösser…

Donnerstag, 10. November 2011

Das Leben ohne Medien


Vermiesen uns Journalisten den Winter?
Wer kennt sie nicht? Jeden Tag begleitet sie uns. Ob im Zug, im Restaurant, am Kiosk… einfach überall: die Schlagzeile. Im letzten Jahr schrieben Journalisten viel über den Tourismus. Das sah dann etwa so aus:
  • Politiker fürchten um den Wirtschaftsstandort Oberland BZ vom 2.11.2011
  • Schweizer Tourismus kämpft gegen ein Ungeheuer NZZ vom 31.10.211
  • Schweizer Tourismus in der Eurokrise Blick vom 19.7.2011
Die Medienmitteilung vom BAK tönt sehr ähnlich:
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in jüngster Vergangenheit weiter verschlechtert. Neben die Frankenstärke ist nun auch eine deutlich langsamere Gangart der weltweiten Konjunktur getreten. Entsprechend wird für die Wintersaison 2011/2012 ein kräftiger Dämpfer erwartet…

Dann las ich immer wieder meine Lieblingsvergleiche: in Österreich ist alles schöner, besser, freundlicher und vor allem günstiger.

Aha. Ist das wirklich so? Ein Hotelier aus Zermatt prüfte diese Aussagen. Ob die Berge schöner sind und das Personal freundlicher ist, lassen wir mal weg. Das ist sehr subjektiv. Tatsache ist, die Hotels sind in der Schweiz gleich günstig wie beim östlichen Nachbar. Wichtig ist, dass Äpfel mit Äpfeln verglichen werden. Es funktioniert natürlich nicht, wenn die Zermatter Hotellerie mit Damüls verglichen wird.
Genauso verhält sich die Situation in Grindelwald. Das Eigerdorf gehört zu den Best of the Alps Orten. Vergleicht mal diese Orte untereinander- spannend.

Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem Angebot Konkurrenzfähig sind und uns ein toller Winter bevor steht. Anstatt zu jammern und uns chronisch zu rechtfertigen, wäre es an der Zeit selbstbewusst aufzutreten und unseren Gästen die wohlverdienten Ferien zu versüssen.

Vermiesen uns nun Journalisten den Winter? Nein- tun sie nicht. Schaut einfach genau hin und hinterfragt das Geschriebene.

Herbstliche Grüsse
Martin